Nordrhein-Westfalen treibt Änderungen am Online-Casino-Gesetz voran und öffnet Tür für bis zu fünf Lizenzen
Geschrieben von Henrik Weber · 25.8.2026

Nordrhein-Westfalen treibt Änderungen am Online-Casino-Gesetz voran und öffnet Tür für bis zu fünf Lizenzen

Der Gesetzentwurf im Überblick
Nordrhein-Westfalen hat einen Gesetzentwurf zur Änderung des Online-Casino-Glücksspielgesetzes von 2022 vorgelegt und dieser Entwurf setzt den GlüStV 2021 um, während neue Regelungen für die Lizenzierung von Dienstleistern geschaffen werden, Live-Übertragungen von Dealer-Spielen aus gemeinsamen Räumlichkeiten erlaubt werden und die Aufsicht über die Zuverlässigkeit des Personals erweitert wird; der Entwurf erhielt am 10. Juli 2026 eine Empfehlung des zuständigen Ausschusses, die den Weg für eine ausschreibungsgestützte Vergabe von bis zu fünf Online-Casino-Lizenzen an private Betreiber ebnet und diese Vergabe könnte bereits kurz nach der Verabschiedung erfolgen.
Der Entwurf trägt die Bezeichnung MMD18-18505 und enthält präzise Anpassungen, die auf Kostenreduktion und effizientere Überwachung abzielen, während gleichzeitig der regulatorische Rahmen gestärkt wird; Experten verweisen darauf, dass die Änderungen direkt aus dem Bedarf resultieren, den GlüStV 2021 in NRW praktisch umzusetzen und gleichzeitig wirtschaftliche Chancen für Anbieter zu schaffen.
Neue Regelungen für Lizenzierung und Live-Spiele
Die vorgeschlagenen Änderungen führen neue Verfahren für die Lizenzierung von Dienstleistern ein, die künftig als Partner der Online-Casinos auftreten dürfen, und sie autorisieren Live-Übertragungen von Dealer-geführten Spielen aus gemeinsamen Räumlichkeiten, wodurch Betreiber Kosten senken und Aufsichtsbehörden den Überblick behalten können; gleichzeitig wird die regulatorische Kompetenz über die Zuverlässigkeit des eingesetzten Personals ausgeweitet, sodass umfassendere Prüfungen möglich werden.
Der Ausschuss hat den Entwurf am 10. Juli 2026 empfohlen und damit den nächsten Schritt im Gesetzgebungsverfahren freigegeben, was in den folgenden Wochen zu einer parlamentarischen Verabschiedung führen kann; Beobachter notieren, dass eine solche Verabschiedung bereits im August 2026 möglich wäre und unmittelbar danach die Ausschreibung für die Lizenzen starten könnte.

Auswirkungen auf den Markt und die Ausschreibung
Die geplante Vergabe von bis zu fünf Online-Casino-Lizenzen über ein Ausschreibungsverfahren soll private Betreiber in den regulierten Markt integrieren und gleichzeitig die bestehenden Vorgaben des GlüStV 2021 einhalten; der Entwurf schafft dafür die notwendigen rechtlichen Grundlagen, indem er klare Kriterien für die Lizenzvergabe und die technische Umsetzung von Live-Spielen definiert.
Die Erweiterung der Aufsicht über das Personal zielt darauf ab, die Integrität der Angebote zu sichern, während die gemeinsamen Räumlichkeiten für Live-Übertragungen eine praktische Lösung für Betreiber darstellen, die mehrere Spielformen anbieten möchten; Daten aus dem Entwurfsprozess zeigen, dass diese Maßnahmen auf Erfahrungen aus anderen Bundesländern aufbauen und gleichzeitig auf die spezifischen Bedürfnisse Nordrhein-Westfalens zugeschnitten sind.
Der Link zum vollständigen Entwurf Draft bill to amend the NRW Online Casino Gambling Act (MMD18-18505) steht öffentlich zur Verfügung und enthält alle Details zu den geplanten Änderungen, die nun im Landtag diskutiert werden.
Zeitlicher Ablauf und weitere Schritte
Nach der Ausschussempfehlung vom 10. Juli 2026 liegt der Ball nun beim Landtag, der über die endgültige Verabschiedung entscheidet; sollte das Gesetz wie erwartet im August 2026 in Kraft treten, könnte die Ausschreibung für die Lizenzen unmittelbar danach starten und private Betreiber hätten die Möglichkeit, sich um eine der bis zu fünf Konzessionen zu bewerben.
Die Kombination aus neuen Lizenzierungsregeln, erlaubten gemeinsamen Live-Streaming-Einrichtungen und erweiterter Personalaufsicht bildet einen kohärenten Rahmen, der sowohl die Interessen der Aufsichtsbehörden als auch die wirtschaftlichen Anforderungen der Anbieter berücksichtigt; Forscher, die den deutschen Glücksspielmarkt analysieren, stellen fest, dass solche Anpassungen typischerweise auf Bundesebene abgestimmte Vorgaben mit landesspezifischen Umsetzungsdetails verbinden.
Fazit
Der Gesetzentwurf in Nordrhein-Westfalen markiert einen konkreten Schritt zur Umsetzung des GlüStV 2021 und bereitet die Vergabe von bis zu fünf Online-Casino-Lizenzen vor, wobei die Ausschussempfehlung vom 10. Juli 2026 den Weg für eine mögliche Verabschiedung und anschließende Ausschreibung im August 2026 freigibt; alle beteiligten Akteure können nun die weiteren parlamentarischen Beratungen verfolgen und sich auf die neuen Rahmenbedingungen einstellen.